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Information über Chlorothalonil im Trinkwasser der Wasserversorgung Wangen-Brüttisellen

In den Medien hatte der Stoff Chlorothalonil in den letzten Wochen hohe Aufmerksamkeit erfahren. Dies führte in der Bevölkerung wie auch in der Wasserbranche zu einiger Besorgnis. Im Rahmen einer Neubeurteilung der Datenlage durch die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) wurde festgestellt, dass für Abbauprodukte von Chlorothalonil keine ausreichenden Daten vorliegen um deren Unbedenklichkeit zu belegen. Sie werden darum vorsorglich neu in der EU wie auch in der Schweiz als relevant eingestuft. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit gelten dafür seit anfangs Juli 2019 strenge Höchstwerte.

Es handelt sich hierbei also um eine Vorsichtsmassnahme: Solange die Ungefährlichkeit der Stoffe nicht erwiesen ist, geht man davon aus, dass sie gefährlich sind. Diese Massnahme entspricht dem Vorsorgeprinzip, wie es im Lebensmittelgesetz verankert ist.

Da aufgrund der fehlenden Daten nicht bekannt ist, wie gefährlich der Stoff ist, setzt man den Höchstwert so tief wie möglich an. Darum liegt er für relevante Metabolien bei 0.1μg/l (0.0000001g/l).

Aufgrund von ersten Messdaten hat der Wasserlieferant, die Gruppenwasserversorgung Lattenbuck, als Sofortmassnahme ihre zwei betroffenen Grundwasserpumpwerke vom Netz genommen. Sie fördert Wasser aus ihren anderen Werken und verfügt über entsprechende Fremdbezugsmöglichkeiten um die ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

Das Trinkwasser der Wasserversorgung Wangen-Brüttisellen entspricht somit den strengen Qualitätsansprüchen der Lebensmittelverordnung und kann weiterhin bedenkenlos konsumiert werden.

Weitere Informationen finden sich unter:

Kantonales Labor

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Werke Wangen-Brüttisellen



Datum der Neuigkeit 9. Sept. 2019