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Integrationspolitik


Integrationspolitik in Wangen-Brüttisellen
Der Kanton Zürich und viele Gemeinden haben sich zum Ziel gesetzt, die Integration von Migrantinnen und Migranten nachhaltig und bedarfsgerecht zu fördern und gleichzeitig einen effizienten und effektiven Einsatz der finanziellen und zeitlichen Ressourcen zu gewährleisten. Dazu hat die kantonale Fachstelle (nachfolgend Fachstelle) für Integrationsfragen ein Pilotprojekt Integrationsmodule ins Leben gerufen.

Pilotregion glow. das Glattal
Alle Gemeinden der Region glow. das Glattal haben entschieden, gemeinsam am Pilotprojekt teilzunehmen. Die Fachstelle für Integrationsfragen hat daraufhin mit jeder Mitgliedsgemeinde einzeln eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen – im Oktober 2009 auch mit dem Gemeinderat Wangen-Brüttisellen.

Bildung Projektgruppe Integration Wangen-Brüttisellen
Im Sommer 2010 nahm die Projektgruppe Integration Wangen-Brüttisellen unter der Leitung der Fachstelle die Arbeit auf. In drei halbtägigen Workshops wurden die Bedarfsanalyse und der Schlussbericht für Wangen-Brüttisellen erarbeitet.

Zuerst wurde von der Fachstelle eine statistische Analyse der ausländischen Bevölkerung in der Gemeinde erstellt. Diese Daten wurden von der Fachstelle gemeinsam mit der Projektgruppe interpretiert. Es wurden Brennpunkte definiert und eine grobe Integrationsstrategie bestimmt. Danach wurde ein Überblick über die in der Gemeinde bereits vorhandenen Integrationsmassnahmen geschaffen. Daraus konnte der Handlungsbedarf bezüglich Integrationsförderung abgeleitet werden. Mit dem durch die Projektgruppe erstellte Aktions- und Massnahmenplan wurden die nächsten Schritte zur Realisierung festgelegt.

Statistische Analyse
Die Bevölkerung von Wangen-Brüttisellen ist in den letzten zehn Jahren stark gewachsen. Ende 2009 zählte Wangen-Brüttisellen 7'386 Personen, was im Zehnjahresvergleich einer Zuwachsrate von 28 Prozent entspricht. Der Ausländeranteil stieg in diesem Zeitraum nur geringfügig an, von 23,9 auf 24.3 Prozent. Italienerinnen und Italiener sind die zahlenmässig am stärksten vertretene ausländische Bevölkerungsgruppe, gefolgt von Migrantinnen und Migranten aus Deutschland, Serbien und Mazedonien. 90% der ausländischen Bevölkerung stammen aus 20 verschiedenen Staaten. Die übrigen 10 Prozent verteilen sich auf weitere gut 50 Staatsangehörigkeiten. Ein im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlicher Ausländeranteil zeigt sich bei den 0 bis 4-Jährigen und am deutlichsten bei den 20 bis 39-Jährigen.

Bedarfsanalyse / Aktions- und Massnahmenplan
Die Standortbestimmung hat gezeigt, dass die Integrationsförderung in Wangen-Brüttisellen vor allem durch die Schule wahrgenommen wird. In diesem Bereich zeigte sich darum geringer Handlungsbedarf und nur wenige Massnahmen wurden zur Prüfung in den Massnahmenplan aufgenommen.
Festgestellt wurde Handlungsbedarf bei neu zuziehenden Migrantinnen und Migranten und im Vorschulbereich, bei den Familien mit Kindern vor dem Kindergarteneintritt. Es ist einfacher und günstiger, am Anfang in die Integration zu investieren, statt später die finanziellen und menschlichen Folgen von Fehlentwicklungen zu tragen. Ebenfalls wurde das Fehlen einer Kontakt- und Koordinationsstelle in der Gemeinde festgestellt.
Als Schwerpunkte für die zukünftige Integrationsförderung legte die Projektgruppe die Handlungsfelder „Information und Partizipation“ und „Sprache“ fest. Zudem soll die Erreichbarkeit der Zielgruppen verbessert werden.
Unter anderen wurden folgende Massnahmen in den Aktions- und Massnahmenplan aufgenommen: Erstinformation verbessern, Koordinationsstelle für Integrationsfragen schaffen, Institution Runder Tisch gründen, Aufbau eines Schlüsselpersonenpools (Kontaktpersonen zu den verschiedenen Kulturen), Schlüsselpersonen schulen und begleiten, Informationen auf Homepage (conTAKTnet.ch), Ausbau Angebot Deutschkurse, usw.

Einige dieser Massnahmen befinden sich im Katalog mit bewährten und gut übertragbaren Integrationsmassnahmen, so genannten Integrationsmodulen. Diesen Katalog stellt die Fachstelle den Gemeinden zur Verfügung. Den Pilotgemeinden wird nach Abschluss der Bedarfsanlayse für Projekte eine Anschubfinanzierung gewährt, sofern alle erforderlichen Punkte in der Leistungsvereinbarung durch die Gemeinde erfüllt werden.

Antrag und Entscheid Gemeinderat
Die Projektgruppe hat den Schlussbericht im März 2011 verabschiedet und ihn inkl. Aktions- und Massnahmenplan dem Gemeinderat zur Genehmigung unterbreitet. Wichtigster Punkt für die Umsetzung der Massnahmen war die Schaffung von personellen Ressourcen (20-30 Stellenprozente). Im Leitbild des Gemeinderates ist als Schwerpunkt „Die Integration der ausländischen Bevölkerung fordern und fördern“ festgehalten, bisher stand dafür aber keine spezifische Stelle für Integrationsförderung zur Verfügung.

An seiner Sitzung vom 4. April 2011 genehmigte der Gemeinderat den „Schlussbericht Bedarfsanalyse“. Der Aktions- und Massnahmenplan wurde zur Kenntnis genommen. Unter Berücksichtigung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erachtet der Gemeinderat die vorhandenen Integrationsmassnahmen als ausreichend. Zusätzliche Massnahmen und die Schaffung von Stellenprozenten lehnt der Gemeinderat ab. Dementsprechend kann die vorgesehene Aktions- und Massnahmenplanung nicht umgesetzt sowie die Anschubfinanzierung durch den Kanton nicht in Anspruch genommen werden. Weil die bisherige Aufbauarbeit im Integrationsbereich vor allem mit Freiwilligenarbeit erbracht worden ist, müssen auch die laufenden Angebote reduziert oder eingestellt werden, da die nötigen Ressourcen (Zeit) nicht über eine längere Zeit zur Verfügung stehen. Die Integrationsmassnahmen im Bereich Schule sind von der gemeinderätlichen Haltung nicht betroffen.
Den Schlussbericht, inkl. Aktions- und Massnahmenplan sowie weitere Dokumente zum Thema Integrationspolitik  finden Sie unter Reglemente Publikationen