Spange Ost: Meilenstein für neue Trinkwasserleitung
Ab 2030 soll eine neue Trinkwasserleitung zwischen Bassersdorf und Volketswil die Versorgungssicherheit im Furt- und Glattal weiter erhöhen. Nach rund vier Jahren Planung und Vorbereitung wird das Bauprojekt nun den betroffenen Gemeinden zur Prüfung und öffentlichen Auflage eingereicht.
Die Trinkwasserversorgung steht vor wachsenden Herausforderungen: Im Furt- und Glattal leben heute rund 320’000 Menschen, zudem werden zahlreiche Unternehmen mit Trinkwasser versorgt. Mit dem Bevölkerungswachstum steigt auch der Bedarf an einer leistungsfähigen und zuverlässigen Infrastruktur.
Mit der Spange Ost ist deshalb eine rund sieben Kilometer lange Trinkwasser-Transportleitung zwischen Bassersdorf und Volketswil geplant. Sie ist Bestandteil der strategischen Planung der Gruppenwasserversorgung Vororte und Glattal (GVG), die vom Kanton genehmigt wurde.
Ringschluss erhöht Versorgungssicherheit
Die neue Leitung schafft einen Ringschluss im bestehenden Trinkwassernetz. Dadurch kann das Wasser künftig über alternative Wege transportiert werden. Das erhöht die Versorgungssicherheit und ermöglicht gleichzeitig, bestehende Leitungsabschnitte zu revidieren oder zu erneuern, ohne die Trinkwasserversorgung unterbrechen zu müssen.
Die Leitung wird auf eine Lebensdauer von rund 80 Jahren ausgelegt. Mit einem geplanten Durchmesser von 60 Zentimetern kann sie langfristig bis zu 150’000 Menschen mit Trinkwasser versorgen. Bereits heute wird zudem die Möglichkeit berücksichtigt, den Leitungsdurchmesser bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt auf 80 Zentimeter zu erweitern.
Investition in die Wasserversorgung der Zukunft
Die Kosten für das rund sieben Kilometer lange Bauprojekt werden derzeit auf rund 35 Millionen Franken geschätzt. Die Finanzierung soll über Darlehen der Gemeinden und Banken sowie über Beiträge des Kantons erfolgen. Zusätzlich ist eine geringfügige Anpassung des Wassertarifs der beteiligten Gemeinden vorgesehen.
Öffentliche Auflage ab 1. September 2026
Mit der Einreichung zur Prüfung und öffentlichen Auflage wird ein weiterer wichtiger Schritt erreicht. Das Bauprojekt liegt ab 1. September 2026 während 30 Tagen bei uns in der Gemeindeverwaltung zur öffentlichen Einsicht auf.
Nach Ablauf der Auflagefrist und der Behandlung allfälliger Einsprachen soll die Delegiertenversammlung der GVG das Projekt im Oktober 2026 festsetzen und den Kreditantrag zuhanden der Urnenabstimmung verabschieden.
Die Bevölkerung der 30 Verbandsgemeinden der GVG wird voraussichtlich im Herbst 2027 über den erforderlichen Kredit für die Umsetzung des Projekts entscheiden. Bei einer Zustimmung ist eine Bauzeit von rund zwei Jahren vorgesehen.
Zugehörige Objekte
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| Verortung Spange Ost (JPG, 648 kB) | Download | 0 | Verortung Spange Ost |