100 Tage im Gemeinderat
Anfang Juli ist der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung in die vierjährige Amtsperiode gestartet. Mit dabei: zwei neue Gesichter – Félicie Bozzone und Simon Wüst. Nach ihren ersten 100 Tagen im Amt haben wir die beiden im Gemeindepark getroffen – passend auf dem «Wie geht’s dir?»-Bänkli. Wir wollten wissen: Wie geht es ihnen nach den ersten Monaten im Gemeinderat?
Was hat dich in deiner neuen Funktion überrascht? Was ist anders als erwartet?
Simon Wüst: Mich hat überrascht, wie viele Kommissionen es in unserer Gemeinde gibt und wie vielfältig die Möglichkeiten für die Bevölkerung sind, sich einzubringen. Einwohnerinnen und Einwohner können in den Kommissionen Einsitz nehmen, sich bei Anlässen und Veranstaltungen engagieren oder ihr Wissen und ihre Ideen einbringen. Diese Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung finde ich sehr spannend.
Félicie Bozzone: Mich hat überrascht, wie viele unterschiedliche Themen tatsächlich über den Tisch einer Gemeinde laufen. Und auch, wie viele Menschen das Angebot nutzen, persönlich vorbeizukommen und ihre Anliegen direkt einzubringen. Dadurch bekommt man einen unmittelbaren Einblick in die verschiedenen Bedürfnisse und Fragestellungen, die unsere Gemeinde beschäftigen.
Was macht dir besonders Freude? Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?
Simon: Mir machen die vielen neue Menschen Freude, die ich kennenlernen durfte. Ich hatte spannende Begegnungen und konnte mit den unterschiedlichsten Personen gute Diskussionen führen und wertvolle Inputs mitnehmen. Besonders am Herzen liegt mir, dass sich Jung und Alt in unserer Gemeinde wohlfühlen und mit ihren Interessen und Anliegen ernst genommen fühlen.
Félicie: Da schliesse ich mich gleich an. Auch mir machen die Zusammenarbeit in den verschiedenen Gruppen besonders Freude. Ich merke, wie engagiert die Menschen aus der Bevölkerung ihre Ideen einbringen und mit wie viel Herzblut sie sich für unsere Gemeinde einsetzen. Aktuell beschäftigen wir uns unter anderem mit der Biodiversitätsstrategie, die ich sehr spannend finde und die mir auch persönlich wichtig ist.
Durch die verschiedenen Themen werden natürlich auch unterschiedliche Interessen innerhalb der Gemeinde sichtbar, hier die Hintergründe zu verstehen und Lösungen mit zu erarbeiten, gefällt mir sehr.
Was möchtest du in den nächsten 100 Tagen anpacken?
Félicie: In den nächsten 100 Tagen werden wir uns zusammen mit den Werken Möglichkeiten zur Wärmeversorgung anschauen und prüfen. Ganz konkret werden wir auch das Problem an der Kindhauserstrasse in Wangen angehen, wo es bei Unwettern zu Überschwemmungen gekommen ist.
Zudem stehen auch einige Weiterbildungstage an, z. B. Im Bereich der Stabsarbeit, die mir die Arbeit mit den anstehenden Themen erleichtern.
Simon: In den ersten 100 Tagen habe ich vor allem die verschiedenen Kommissionen kennengelernt und mich in die laufenden Themen eingelesen. In den nächsten 100 Tagen möchte ich mich noch vertiefter damit auseinandersetzen, welche Möglichkeiten die einzelnen Kommissionen haben, wo sie etwas bewirken können und wo es allenfalls Optimierungspotenzial gibt.
Welcher Ort in unserer Gemeinde ist dein persönlicher Lieblingsort?
Simon: Ich fühle mich natürlich zu Hause sehr wohl. Aber auch die Grillstelle Ägypten in Wangen gehört zu meinen Lieblingsorten. An warmen Abenden bin ich dort gerne mit meiner Familie und Freunden. Einfach draussen in der Natur zu sein und gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen – das ist dort besonders gut möglich.
Félicie: Ich bin ebenfalls sehr gerne zu Hause, aber auch besonders gerne im Wald und in der Freizyti. Schon als Kind war ich dort gerne und ich habe viele tolle Erinnerungen an diesen Ort.
Mit Blick nach vorne
Die ersten 100 Tage waren vor allem eine Zeit des Kennenlernens, Einarbeitens und Zuhörens. Beide haben erste Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Gemeinde erhalten und viele Menschen getroffen, die sich aktiv für das Zusammenleben engagieren.
Nun geht es darum, die gewonnenen Erfahrungen in die weitere Arbeit einzubringen, Themen zu vertiefen und gemeinsam Lösungen für die Gemeinde zu entwickeln.
Wir wünschen Félicie und Simon weiterhin viel Erfolg und Freude an ihrer Aufgabe.